Unsere Schule

 

 
Wie ist das zu verstehen? Mitten auf dem Schulgelände parkt Montag nachmittag ein 18m langer Bus, bunte Lackierung, getönte Scheiben...
Es handelt sich natürlich um einen frühen Vorboten der jährlichen Jobbörse an unserer Schule mit einem klaren Auftrag: Jugendlichen ab Stufe 8 Begeisterung und Interesse für Berufe in der Metall- und Elektroindustrie zu vermitteln. Dies geschieht mittels eines erstaunlichen Innenlebens. Im Bus werden allerlei Modelle automatisierter Fertigungsverfahren präsentiert, die im großen Maßstab in Handwerk und Industrie eingesetzt werden. Wie wird da getüftelt, gebaut, installiert? In vielfältigen Ausbildungs- und Ingenieurberufen wird das Expertenwissen umgesetzt. Die "Busbegleiter" des Instituts für Wirtschaft, Köln, informieren versiert und kenntnisreich.  
Die Jobmesse an unserer Schule ist bereits Tradition. Einige von Ihnen begrüßen wir schon seit 10 Jahren. Schulleiter Dr. Hansen zeigte sich hocherfreut, auch dieses Jahr wieder über 40 Aussteller aus der Region aber auch des Umlandes und sogar aus dem Ausland (Niederlande) willkommen heißen zu können. 450 Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte nutzten das attraktive Angebot, sich über die vielfältigen Ausbildungswege und Trends zu erkundigen.
B(ebauungs)- Plan 
Wie geht denn das? Sieht kompliziert aus. Und ist es auch, wie die freundliche Auszubildende am Vermessungstechniker-Stand des Dormagener Büros Kappas erläutert. Vermessungstechniker erstellen unter anderem B-Pläne. Die werden benötigt, um Bauland exakt aufzuteilen und Bauvorhaben zu definieren. Sie absolvieren eine anspruchsvolle Ausbildung nach der Fachhochschulreife und freuen sich über exzellente Berufsaussichten. 
Eine enge Verzahnung von theoretisch-universitärer und praktischer Ausbildung ist generell ein Trend in der beruflichen Ausbildung; nicht erst seit neustem, doch auf der Jobbörse wird er überdeutlich. Die Firma Brose- Schließtechnik etwa setzt voll und ganz auf ein duales System: Im halbjährlichen Wechsel wird in Wuppertal technisch-informatorisch studiert und an verschiedenen Standorten in Baden-Württemberg in Betrieben das Gelernte umgesetzt. Eine Kombination aus handwerklicher Ausbildung und Studium- bereits ansehnlich entlohnt, übrigens.
Dass INEOS eine erstklassige Adresse für diverse Ausbildungsberufe ist, wie zum Beispiel für Chemikanten oder Industriemechaniker, ist weitläufig bekannt. Aber wussten Sie, dass der mittlere Dienst bei der Polizei abgeschafft ist, dass es in Bochum eine private Fachhochschule für Ingenieurberufe gibt, dass niederländische Hochschulen sich über deutsche Student/innen in Amerikanistik, Sozialpädagogik und Tourismus-Management freuen? Dass pharmazeutische Assistenten vor allem gute Noten in Deutsch benötigen und dass die Finanzämter dringend Nachwuchs brauchen? 
 
Fotograph Peter Wirtz mit einem Sinti-Portfolio
Viel gab es also zu erfahren. Und auch einiges über die schönen Künste! Wer die Arbeiten eines professionellen Fotographen sieht, verabschiedet sich unter Umständen schnell von der Illusion, fotographieren zu können. (Dem Fotographen für diesen Artikel geht es leider so!) Peter Wirtz jedenfalls stößt auf ein enormes Interesse der jungen Leute. Seine Einschätzung aber bleibt für viele nicht unbedingt ermutigend: Fotographieren ist harte Arbeit. Es dauert Jahre, bis man das kann. Am besten wäre es sowieso, ein Studium zu machen.
Peter Wirtz formuliert damit gewissermaßen ein Resümee für die gesamte Jobmesse 2013: Attraktive Berufsausbildungen gibt es in Hülle und Fülle. Viele haben Eltern und Jugendliche gar nicht "auf dem Zettel". In aller Regel aber setzen sie ein hohes Engagement voraus, Ehrgeiz und Leistungsbereitschaft.  
Auch an dieser Stelle bedanken wir uns sehr bei unseren Gästen; den Betrieben, Unternehmen, Ämtern, Universitäten. Ihnen allen vielen Dank! 
Die Schulleitung bedankt sich darüber hinaus herzlich bei Angela Cramer für die (wieder einmal) perfekte Vorbereitung und Durchführung sowie bei den helfenden Schüler/innen für das Catering und den Standaufbau.