Unsere Schule

 


 GESAMTSCHULE


 

... kennt nur Gesamtschüler

Die Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen wurde ab 1968 eingerichtet und 1981 zur gleichberechtigten Regelschule erklärt. 1982 erkannten die Kultusminister aller Bundesländer die Abschlusszeugnisse der Gesamtschulen als gleichwertig mit denen der traditionellen Schulformen an. Seitdem stieg die Zahl der Gesamtschüler in Nordrhein-Westfalen enorm an. Mittlerweile gibt es über 200 Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen.

Abschlusschancen bleiben lange offen

Die Entscheidung, welche Schulform ihr Kind nach der Grundschule besuchen soll, fällt Eltern schwer. Die Gesamtschule macht diese Entscheidung überflüssig, denn sie ist die Alternative zur Auslese im dreigliedrigen Schulsystem (Hauptschule, Realschule, Gymnasium). In der Gesamtschule wird die Entscheidung über den Abschluss langfristig vorbereitet. Korrekturen sind während der Schullaufbahn möglich.

Sie als Eltern wissen es selber am besten: Im 1. Halbjahr der vierten Klasse - die Kinder sind zu diesem Zeitpunkt acht, neun oder zehn Jahre alt - ist es nur sehr schwer abzusehen, welchen Weg ein Kind nehmen wird. Wer kann schon einer Laufbahn für sechs oder gar neun Jahre vorhersehen?

 

Damit die Weichen also nicht zu früh gestellt werden, sieht die Gesamtschule – wie in den meisten anderen Ländern üblich - in den ersten Jahren gemeinsames Lernen ohne frühzeitige Trennung in Schulformen sowie sorgsame Begleitung und Beobachtung durch erfahrene Lehrkräfte vor. Die Kinder werden nicht auf eine andere Schulform abgeschult.

 

Im 5. und 6. Jahrgang bleiben die Kinder in ihrer Klassengemeinschaft. Ab Klasse 7 erfolgt eine Aufteilung in Erweiterungs- und Grundkurse in den Fächern Englisch und Mathematik, ab Klasse 8 in Deutsch, ab Klasse 9 in Chemie.

 

In der Klasse 6 kann als zweite Fremdsprache Französisch gewählt werden, weiterhin Naturwissenschaften, Arbeitslehre oder Darstellen & Gestalten.

 

In Klasse 8 kann Latein hinzutreten, in Klasse 12 Spanisch.

 

Im Laufe der Jahre sind Kurswechsel nach bestimmten Richtlinien möglich, da die Leistungskurven der Kinder und Jugendlichen nicht gradlinig sind. Insofern macht auch ein Sitzenbleiben wenig Sinn. Dann müssten die Lernenden alle Fächer - auch die, in denen sie keine Probleme hatten, noch einmal ein Jahr machen. In der Gesamtschule werden sie dagegen in den Fächern mit temporären Defiziten abgestuft, sie haben aber durchaus die Möglichkeit, in Kursen wieder aufzusteigen. Eine Ausnahme sieht der entsprechende Erlass lediglich im 9. Jahrgang vor, da es hier um einen ersten Schulabschluss geht.

 

Ein späterer Wechsel an unsere Schule – dies zeigt die Erfahrung – ist eher schwierig, da die vorhandenen Plätze begrenzt sind.

 

Je nach Fähigkeit und Neigung Ihres Kindes können bei uns alle Schulabschlüsse erworben werden:

 

  • Hauptschulabschluss
  • Hauptschulabschluss nach Klasse 10
  • Fachoberschulreife (mittlerer Schulabschluss)
  • Fachoberschulreife Qualifikation (Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe)
  • Fachhochschulreife (schulischer Teil)
  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur) Oberstufe.

 

 

Mehr Chancengleichheit

Die Gesamtschule hat sich insbesondere zum Ziel gesetzt, die Chancengleichheit zu erhöhen. Das dreigliedrige Schulsystem ist prinzipiell auf Auslesen ausgerichtet. Damit verbunden ist vielfach auch eine Auslese nach sozialer Herkunft. 

Gesamtschulen setzen dagegen als Alternative ein integriertes Bildungssystem, das sich am bestmöglichen Bildungsweg für den einzelnen Jugendlichen orientiert.  Nicht die soziale Herkunft soll über den Abschluss entscheiden, sondern im gemeinsamen Lernen aller Kinder mit ihren Stärken und Schwächen soll jedes Kind – in enger Zusammenarbeit mit dem Elternhaus - die gleiche Chance für den bestmöglichen Weg und den Abschluss erhalten.

Nahtlose Schullaufbahn bis zum Abitur

Die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen ist eine Schule der Sekundarstufen I und II, d.h. sie umfasst grundsätzlich die Klassen 5 bis 13. Wer nach der 10. Klasse die Qualifikation für die Oberstufe erhält, kann also an der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen das Abitur ablegen oder die Fachhochschulreife erwerben. Besonders begabte Jugendliche haben bei uns die Möglichkeit, eine Jahrgangsstufe zu überspringen.

 

 

 

 

Abschlüsse Am Ende der Sekundarstufe I sind folgende Abschlussqualifikationen erreichbar:  

Hauptschulabschluss nach Klasse 9 

Hauptschulabschluss

Fachoberschulreife

Fachoberschulreife mit Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe

In der Sekundarstufe II sind folgende Abschlussqualifikationen erreichbar: · 

Fachoberschulreife · 

Schulischer Teil der Fachhochschulreife (nach Klasse 12) 

Abitur 

Arbeitsgemeinschaft Die Arbeitsgemeinschaften sind ein wichtiger Bestandteil des Schullebens. Sie leiten zu einem aktiven Freizeitverhalten an und ermögli­chen langfristig die Bildung von Interes­sengemeinschaften.Zu jedem Schulhalbjahr werden die AG-Angebote Kindern und Eltern in einem Informationsblatt vorgestellt. Die Eltern wählen in Absprache mit ihrem Kind eine Arbeitsgemeinschaft aus. Sie können aber auch einen Antrag auf Befreiung stellen, wenn ihr Kind nicht an einer Arbeitsgemeinschaft teilnehmen soll. Wir machen Angebote aus dem musisch-kulturellen Bereich  (Keyboard, Pantomime, Malen, Schülerband), aus dem sportlichen Bereich (Ringen, Schwimmen, Fußball, Basketball, Tennis usw.) sowie aus dem handwerklich-praktischen Be­reich (Malen und Basteln, Kochen und Backen, Gartenbau usw.).   

Arbeitsstunde Das sind die Stunden, in denen unter Aufsicht und Betreuung von Leh­rern diejenigen Aufgaben erledigt werden, die sonst Hausaufgaben sind. In den Klassen 5 und 6 sind drei Ar­beitsstunden pro Woche eingerichtet. Sie sind für alle Kinder verpflichtend und werden vom Klassenlehrer oder der Klas­senlehrerin geleitet. Prinzi­pien dieser Arbeitsstunden sind Freiarbeit und Wo­chenplan. In den Klassen 7 und 8 werden ebenfalls drei Arbeitsstunden eingerichtet. Sie werden wegen der begonnenen Fachleistungsdifferenzierung alle vom Klassen­lehrerteam betreut. Die Jugendlichen kön­nen selbst entschei­den, in welcher Ar­beitsstunde sie welche Aufga­ben erledi­gen. Das stärkt die Ei­genverantwortung und die Selbstständigkeit. Die Teil­nahme an den Arbeitsstunden bleibt bis zur 10. Klasse verbindlich. Ab der 7. Klasse kom­men in vertretbarem Maße Hausaufgaben hinzu, denn mit drei Ar­beitsstunden in der Schule kann das im Hausaufgabenerlass vom Kultusminister festgelegte Maß an Hausaufgaben nicht abgegolten werden. 

Betriebspraktikum Alle Schüler nehmen während des 9. Jahrgangs an einem dreiwöchigen Praktik  um teil, das der Vorbereitung auf die Arbeitswelt dienen soll. Viele Schüler haben hierbei ihren Wunschberuf entdeckt, viele hierbei auch schon die Grundlage für ihre spätere Lehrstelle oder auch ihr Studium gelegt. Für die Ökonomie-Klassen wird im Jahrgang 10 ein weiteres, dann zweiwöchiges Praktikum angeboten. 

Bilingualität Seit vielen Jahren wird den Kindern mit besonders ausgeprägten sprachlichen Neigungen und Fähigkeiten ein Förderangebot –eigentlich besser beschrieben als Forderangebot- gemacht, indem ein bilinguales Unterrichtsangebot eingeführt wurde. Das heißt, dass für interessierte und befähigte Kinder die erste Fremdsprache Englisch in den Klassen 5 und 6 in höherer Stundenzahl vermittelt wird. Ab Klasse 7 ist für diese Jugendlichen auch in Gesellschaftslehre die Fachsprache Englisch. 

Busbegleiter Die Kreispolizei, die Bunsunternehmen und die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule verständigten sich auf das Projekt „Busbegleiter“. Die Busbegleiter sind Mädchen und Jungen aus der 8. Jahr-gangsstufe, die von der Polizei, dem Busunternehmen und der Schule gezielt auf ihre Aufgabe vorbereitet werden. Dazu steht eine eigens dafür ausgebildete Trainerin zur Verfügung, die von einem Polizisten der Kreispolizeibehörde Neuss und dem Betreuungslehrer unserer Schule unterstützt wird. Die Busbegleiter helfen vor allem jüngeren und schwächeren Mitschülern. Sie verstehen sich als Kontaktpersonen zwischen Schülerschaft, Buspersonal und der Schule. Sie üben Vorbildfunktion aus, agieren behutsam helfend in Konfliktsituationen. Durch ihre Tätigkeit erhöhen sie die Sicherheit auf dem Schulweg, verbessern die Kommunikation zwischen allen Beteiligten und sorgen dafür, dass die Beschädigungen an den Fahrzeugen deutlich reduziert werden.

Differenzierung Mit Differenzierung ist hauptsächlich die äußere Differenzierung gemeint. Dabei wird der Klassenverband aufgelöst, um beispielsweise im Technikunterricht aus Sicherheitsgründen kleinere Lerngruppen zu haben. In Religion wird wegen der unterschiedlichen Konfessionen differenziert. Eine Leistungsdifferenzierung findet z.B. in Deutsch, Englisch und Mathematik statt, um den unterschiedlichen Begabungen der Kinder und Jugendlichen Rechnung zu tragen. Im Wahlpflichtbereich erfolgt die Differenzierung, um unterschiedliche Interessenlagen zu berücksichtigen oder individuelle Schwerpunkte zu setzen.

Fachleistungsdifferenzierung Nach der Phase des Fachunterrichts in den Jahrgängen 5/6 beginnt ab Klasse 7 die Differenzierung und Schwerpunktbildung. Die Fachleistungsdifferenzierung wird auf zwei Anspruchsebenen in Grundkursen (G-Kurse) und Erweiterungskursen (E-Kurse) organisiert. In Englisch und Mathematik beginnt die Fachleistungsdifferenzierung in Klasse 7, in Deutsch in der 8. Klasse. Im 9. Schuljahr tritt noch Chemie hinzu, so dass schließlich in vier Fächern differenziert wird. 

Förderunterricht Förderunterricht an der Gesamtschule hat drei Zielsetzungen:

die Förderung vorhandener Fähigkei­ten; den Abbau allgemeiner Lernschwierig­keiten; das  Aufarbeiten fachlicher Defizi­te   

     
Für den Förderunterricht stehen in der 5. und 6. Klasse pro Woche zwei Unterrichts­stunden zur Verfügung.Das Besondere am Förderkonzept der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen ist, dass alle Kinder regelmäßig in den Klassen 5 und 6 zwei Stunden Förderunterricht erhalten.Dabei wird unterschieden zwischen  

Förderunterricht für Kinder, bei denen vorhandene Fähigkeiten und Stärken aus­gebaut werden sollen und Förderunterricht für Kinder, bei denen fachliche Defizite und allgemeine Lern­schwierigkeiten abgebaut werden müssen. 

      
Förder-Angebote Unser Förder-Konzept haben wir seit zwei Jahren erfolgreich weiter entwickelt. Wir haben die Gruppengrößen der Förderkurse verringert, um dadurch ein Mehr an individueller Förderung zu ermöglichen. Förderkurse werden angeboten für Kinder:

mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) und Kinder mit starken Rechtschreibschwächen werden Gruppen mit geringer Teilnehmerzahl eingerichtet. Wir werden dabei von der Universität Köln unterstützt; mit besonderen sprachli­chen Stärken bieten wir bilingualen Unter­richt an. Es wird in größeren Gruppen gearbeitet; die nicht am bilingualen Angebot oder an der Rechtschreib-Förderung teilnehmen, wird pro Woche je eine Stunde in Deutsch und Mathematik durch den Fachlehrer erteilt. Drei Monate im Schuljahr arbeiten diese Förderkurse im Selbstlern-Zentrum, und zwar ebenfalls in sehr geringen Gruppengrößen; von deut­schen Aussiedlern, die auf Grund ih­res bisherigen schulischen Werdegangs noch über keine ausrei­chenden oder be­friedigenden Sprach­kenntnisse verfügen, erhalten in grö­ßerer Stundenzahl in klei­nen Jahr­gangsgruppen zusätzlichen Deutschunterricht. 

Durch die Neu-Organisation des Förderunterrichts ist es uns gelungen, die Gruppengrößen für alle zu reduzieren. Alle Gruppen liegen deutlich unter den Klassengrößen.Alle Kurse werden von denjenigen Lehrerinnen und Lehrern betreut, die im entsprechenden Jahrgang und im entsprechenden Team den Fachunterricht erteilen. Sie kennen also die Kinder und wissen, wo die individuelle Förderung ansetzen muss.Der Förderunterricht findet im Vormittagsbereich statt. Wir achten sehr darauf, dass der Förderunterricht nicht als Rand- oder Eckstunde eingeplant wird. Auf diese Weise soll garantiert werden, dass der Förderunterricht für alle Kinder regelmäßig stattfindet.

Fremdsprachen Englisch ist für alle Kinder ab dem 5. Jahrgang verbindliches Unterrichtsfach. Im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts kann an der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule ab Klasse 5 mit Französisch die zweite Fremdsprache gewählt werden. Am Ende des 10. Schuljahrs haben Jugendliche, die Französisch gewählt haben, die verpflichtende zweite Fremdsprache für die gymnasiale Oberstufe erfüllt. Ab Klasse 8 bietet unser Schule Latein an, sofern dieses Fach von einer ausreichenden Anzahl (mindestens 15) von Jugendlichen gewünscht wird. Wir werden Latein so in die Stundentafel einbeziehen, dass für diese Jugendliche die zweite Fremdsprache am Ende der Jahrgangsstufe 11 abgeschlossen ist. In der Oberstufe wird ab der Jahrgangsstufe 11 Spanisch angeboten.

Ganztag Schule muss den Tag der Kinder und Jugendlichen so rhythmi-sieren, dass sie möglichst motiviert und mit großer Lernbereitschaft den Schultag absolvieren können. Schule muss durch ihre Angebote aber auch Lebensraum für die Schülerinnen und Schüler bieten, muss Interessen wecken und neugierig auf bisher Unbekanntes machen. Zu diesen Zielsetzungen leistet der Ganztag einen wichtigen Beitrag.

Die Ganztagsschule bietet neben dem Unterricht weitere wichtige Elemente zum gemeinsamen Leben und Lernen: Arbeitsstunden, Arbeitsgemeinschaften, offene Mittagsangebote, Förderstunden (Vgl. S. 10-12) und die beauf­sichtigte Mittagspause, so dass die Kinder und Jugendlichen den ganzen Tag in der Schule betreut werden.

Kurswechsel Die Kurszugehörigkeiten sind Voraussetzung für die Abschlussvergabe. Deshalb sind Kurswechsel möglich. Eine Festlegung auf einen bestimmten Abschluss erfolgt also allmählich während der Schullaufbahn eines Jugendlichen. Dabei erfolgt die Kurszuweisung für jedes Fach (Deutsch, Englisch, Mathematik und Chemie) gesondert und kann jeweils nach einem Schuljahr auf Grund der erbrachten Leistungen korrigiert werden. Durch Beratung und besondere Hilfs-Angebote im Unterricht unterstützt die Schule solche Wechsel, immer unter dem Aspekt, dem Jugendlichen den best- möglichen Abschluss zu ermöglichen.  

Kurszuweisung Zu den G- und E-Kursen in Deutsch, Englisch, Chemie und Mathematik werden die Kinder durch die Klassenkonferenz (Zeugniskonferenz) auf der Basis der Note im jeweiligen Fach und nach pädagogischen Gesichts­punkten. Gute Leistungen sind in der Re­gel die Grundlage für die Zuweisung zu E-Kursen. Befriedigende Leistungen können zu einer E-Kurs-Zuweisung führen, müssen es aber nicht unbedingt, wenn die Zeugniskonferenz der Meinung ist, dass zu diesem Zeitpunkt eine erfolgreiche Mitarbeit im E-Kurs noch nicht gesichert ist.Die Kurszuweisung gilt in der Regel für ein Schuljahr und wird danach überprüft. Kurzfristige Schwankungen im Leistungs­bild eines Jugendlichen führen nicht gleich zu einer Umstufung. 

Mittagessen In der einstündigen Mittagspause kann jedes Kind zusammen mit Klassenkame­raden und Lehrern ein warmes Mittages­sen einnehmen, sich selbst an einer Sa­latbar bedienen und einen Nachtisch be­kommen. Für einen geringen Preis gibt es auch Getränke. Täglich wird ein Mittagessen angeboten, das von einer Neusser Firma zubereitet wird. Es ist also frisch gekocht, sehr schmackhaft und gesund. In der Regel sollen die Kinder das Essen  im Abonnement bestellen; laut Schulkonferenzbeschluss ist dies verpflichtend für die 5. bis 7. Klassen. Ausnahmen gibt es bei Kindern und Jugendlichen, die in der Nähe der Schule wohnen und zu Hause essen können oder die eine Diät halten müssen.Das „Essen im Abo“ kostet augenblicklich 2,20 Euro pro Tag.Für alle übrigen „Hungrigen“ gibt es neben dem beschriebenen Angebot ein täglich nach Angebot und Bedürfnis variierendes Essen zu kleinen Preisen, so dass nie­mand mit knurrendem Magen in die näch­ste Unter­richtsstunde gehen muss.

Offenes Angebot Die Mittagspause ist für die Kinder eine spannende und soll eine entspannende Angelegenheit sein. „Zunächst  zur Mensa, dann zum IB, in die kleine Turnhalle oder was wird sonst noch angeboten?“Die Lehrer führen Aufsicht und organisieren Spielangebote. Jeder kann in dieser Mittagspause als Freizeitgestaltung das tun, was er gern möchte. Jeder kann bei den Spielangeboten mitma­chen, wenn er will. Er kann sich dabei täglich neu entscheiden. Deshalb werden diese Freizeitmöglichkeiten als "Offene Angebote" bezeichnet. Im Ringerzentrum des AC Ückerath kann man auf fest installierten Ringermatten unter fachmännischer Aufsicht seine Kräfte messen. In den Informatik-Fachräumen des Hauses 3 kann man im Internet surfen, eMails verschicken oder Spiele testen. Auf den Sport- und Spielflä­chen kann man z.B. Fußball, Volleyball, Tennis oder Tischtennis spie­len.

Für diejenigen, die es ruhiger lieben und sich in der Mittagspause zurück­ziehen wollen, gibt es Ruhezonen. In der Schülerbücherei kann man ungestört schmökern kann, es stehen aber auch Computer zur Verfügung oder man hört über Kopfhörer Musik.

Profilbildung An unserer Schule werden die Bemühungen um den best möglichen Abschluss für jeden Jugendlichen durch die Profilbildung unterstützt, um die Jugendlichen gezielt zu den bestmöglichen Abschlüssen zu fördern.Bevor das neue Schulgesetz in Kraft trat, boten die Gesamtschulen noch den Wahlpflichtbereich II an. Dieses Angebot ist in den vergangenen Jahren an der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule behutsam den Veränderungen, die sich aus neuen Rechtsvorschriften oder unserer Umgestaltung der Abteilung III (Klassen 9 und 10) ergeben haben, angepasst worden.Das Ziel ist aber immer gleich geblieben: Unser Angebot soll Abschlüsse sichern und die Schul-Laufbahn der Jugendlichen sinnvoll begleiten. Durch die Profilbildung können unsere Angebote noch  zielgerichteter  auf die Interessen und Bedürfnisse der Jugendlichen zugeschnitten werden.Für folgende Zielgruppen sind unsere Angebote konzipiert:Jugendliche, die gefördert und gefordert werden sollen, um in die Oberstufe zu kommen und dort auf einer soliden Grundlage mitarbeiten sollen. Das Ziel wollen wir auch weiter verfolgen und im sprachlichen und mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich zusätzliche Angebote bereit halten.  Jugendliche, die auf Grund ihrer Leistungen am Ende des 8. Schuljahrs Probleme haben, einen Hauptschul-Abschluss zu erreichen, werden vor allem sprachlich und im mathematischen Bereich zielgerichtet gefördert, um die Bedingungen für den Hauptschul-Abschluss zu erfüllen. Auch diese Förderung wollen wir künftig nicht aufgeben.

Schulsanitätsdienst Seit vielen Jahren verfügt die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule über ausgebildete Schul-sanitäter. Das sind Schülerinnen und Schüler, die Hilfsbereitschaft mitbringen, Geschick im Umgang mit Jugendlichen besitzen, aber auch ihre Grenzen erkennen. Sie sind keine Ärzte, sie sind zuerst Helfer für ihre Mitschüler, dann für die Helfer von Sanitätsdiensten. Sie können schnell am Unfallort sein und dort dank ihrer Ausbildung wichtige Hilfe leisten. Um im Einsatzplan aufgenommen zu werden und ein- bis zweimal pro Woche Verantwortung bei Schulunfällen oder bei der seelischen Betreuung von Mitschülern zu übernehmen, steht zuerst die Ausbildung in der Ersten Hilfe im Rahmen einer AG über ein Schulhalbjahr. 

Selbstlern-Zentrum Unser Selbstlernzentrum ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Früh-Förderung und nach Grundgedanken des reformpä­dagogischen Prinzips der Freiarbeit auf­gebaut. Es werden Aufgaben aus verschiedenen Fächern (Deutsch, Englisch, Mathematik u.a.) angeboten, und die Kinder können selbst entschei­den, welche Aufgaben sie bearbeiten wollen. Sie können sich auch selbst Aufgaben stellen und erhalten dabei Hilfen durch Lehrerinnen und Lehrer, um beispielsweise Methoden der Infor­mationsbe­schaffung zu entwickeln (Benutzen eines Lexikons; Fachbücher auswerten usw.).Wer also z. B. einen Aufsatz über die Amazonas - Indianer schreiben möchte, weil ihn das gerade besonders inter­essiert, der kann das tun – die Lehrerin/der Lehrer hilft ihm dabei, die richtige Vorgehensweise zu entwickeln. Tipps werden natürlich auch zur Gestaltung und zur Überarbeitung gegeben. Den Kindern stehen Computer mit spezieller Software zur Verfügung, so dass sie sich  entscheiden  können,  ob sich entscheiden können, ob sie sich mit Hilfe eines Trainingsprogramms in Mathematik, Rechtschreiben oder Englisch weiter fachlich fit machen wollen. Sie erhalten also im Selbstlernzentrum vor allem Hilfen zum Lernen des Lernens.

Soziales Lernen Gesamtschulen wollen Kindern und Jugendlichen nicht nur Fachwissen beibringen, sondern sie auch zu sozialem Lernen befähigen, d.h. miteinander statt gegeneinander zu lernen und zu ar­beiten. Viele Personal­chefs weisen darauf hin, dass in unserer immer komplizierter werdenden Arbeits­welt nicht nur Spezialisten gefragt sind, sondern junge Menschen, die die Fähig­keit zur Arbeit im Team mitbringen. Die Gesamtschule Dormagen erzieht auf die Zukunftsbedürfnisse hin: Viele Klassen haben Tischgruppen gebildet, vielfältige Projekte werden bearbeitet, in denen sich Kinder und Jugendliche gegenseitig helfen und ergänzen.Seit vier Jahren haben alle Klassen in den Jahrgängen 5 und 6 „Soziales Lernen“. In diesem Schuljahr haben wir dieses Angebot in der Jahrgangsstufe 7 fortgeführt. Eine Stunde pro Woche erarbeiten sie mit ihren Klassenlehrern, die dafür intensiv ausgebildet wurden, beispielsweise Möglichkeiten zu Konfliktlösungen oder sie erproben unterschiedliche Kooperationsmöglichkeiten.Die Kinder erleben ihre Stärken und Schwächen bewusst. Sie lernen auf dieser Grundlage Mit-schülern Unterstützung zu geben oder sich Hilfe geben zu lassen. Klassen wachsen auf diese Weise zusammen. Sie werden Klasse. 

Streitschlichter 2005 war für die „Autonome Streitschlichtung“ an unserer Schule ein Jubiläumsjahr. Denn Streitschlichtung ist schon seit zehn Jahren ein wesentlicher Teil unseres Schulprogramms.Lehrerinnen und Lehrer können nicht immer gleich zur Stelle sein, wenn es irgendwo auf dem Schulgelände einen Konflikt zwischen den Kindern oder Jugendlichen gibt. Häufig können Schülerinnen und Schüler schneller, wahrscheinlich sogar wirkungsvoller helfen. Fünf- bis zwanzigmal greifen die Schlichter in „Spitzenzeiten“ helfend und beratend ein. Dabei ergibt sich eine Erfolgsquote von 90 Prozent. Anlässlich einer bundesweiten Evaluation von Mediationsprojekten in diesem Jahr zeigte sich, dass das Schlichterprojekt unserer Schule sowohl hinsichtlich seiner Akzeptanz bei unseren Kindern und Jugendlichen wie auch bezüglich seiner Kontinuität im Vergleich zu ähnlichen Projekten auffällig erfolgreich ist. 

Teilinternat Am 2. Juni 1997 wurde es der Öffentlich­keit vorgestellt, das „Teilinternat Sport“ – vom AC Ückerath und dem TSV Bayer Dormagen getragen und durch die Lehr­kräfte der Bertha-von-Suttner-Gesamt­schule Dormagen personell gestaltet. Es ist das einzige Teilinternat im Kreis Neuss und leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Leistungssportnach­wuch­ses.Das Teilinternat bietet jungen Leis­tungssportlern beider Vereine die notwendige Hilfe bei schulischer Beratung, bei Hausaufgabenbetreuung und bei För­derunterricht, um Erfolge im Leistungs­sport und in der Schule in Einklang zu bringen. Zusätzlich werden der schuli­sche Stundenplan, die Internatsbetreuung und die Trainingszeiten so abgestimmt, dass für die Athleten eine zeitliche Entlas­tung entsteht. 

Wahlpflichtunterricht Die Gesamtschule hat für alle Kinder und Jugendliche ver­bindliche Fächer, aber auch breite Wahl­möglich­keiten, die es erlauben, Schwer­punkte in der schulischen Laufbahn selbst zu bestimmen.Ende der Klasse 5 können und müssen sich die Kinder (zusätzlich zum Pflicht­unterricht)   zwischen vier Lernberei­chen im Wahlpflichtbereich (WP) bis zum Ende der 10. Klasse entscheiden, und zwar für:

·       die zweite Fremdsprache Französisch     (gilt zunächst für zwei Schuljahre; die     Schulkonferenz bestätigt diese Ent-     scheidung oder verabschiedet eine neue     Sprachenfolge)·       oder Naturwissenschaften ·       oder Arbeitslehre (Technik, Wirtschaft, Hauswirtschaft) ·       oder Darstellen und Gestalten. 

            
Diese Entscheidung treffen aber die Kinder keinesfalls alleine. Nach ausführlichen Informationen an die Eltern erfolgen Beratungsempfehlungen durch die Schule. Bestehen weiter Unsicherheiten, wird in einem gemeinsamen Gespräch zwischen Schule, Eltern und Kindern nach einer möglichst optimalen und tragfähigen Lösung gesucht. 

Wiederholen einer Klasse Die Umstufungen in den Fachleistungs­kursen machen das "Sitzenbleiben" und/oder den Schulformwechsel des traditionellen  Schulsystems überflüssig.  Jedoch werden die Klassen nach der neuen Ausbildungsordnung für die Sekun­darstufe I die Wiederholung der jeweiligen Jahrgangsstufe empfehlen, wenn die För­dermöglichkeiten der Schule aus­ge­schöpft sind und in mehreren Fächern nur mangelhafte Leistungen erbracht wer­den.

Mit dem Übergang in die 10. Klasse wird in der Gesamtschule erstmalig eine Ver­set­zung ausgesprochen. Dazu muss der Hauptschulabschluss nach Klasse 9 er­reicht sein.